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Cockahola company: Publikumsbeschimpfungen 2.0

vom 15.02.2008

Dünnes Eis und leichtgewichtige Entgleisungen

Cuckahola company assoziiert zunächst vielleicht: Das neue Erfrischungsgetränk aus dem Hause Coke. Voll daneben: Unter Publkikumsbeteiligung eine dünnflüssige Aufbereitung von Handkes Stoff, abgevespert und trotz hervorragender Darsteller eine möchtegerneprovokation an gesellschaftliche Schichten, die es nur noch als Feindbild gibt. Im Theater finden sich die Adressaten nicht. Und auch sonst in kaum einem vorstellbaren Publikum. Pornoproduktion entbehrt jeder provokanten Note, Lasse Braun sei Dank (dem angefragten Jugendschutzbeauftragten von "ralph.de"). Das Vorherrschen männlicher Genitalien statt deren weiblicher Pendants macht auch noch keinen neuen Reiz aus.

Hatte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung mal wieder den richtigen Riecher mit der Feststellung, dass den zeitgenössischen Autoren der Zugang zu gesellschaftlichen Sphären fehlt, in denen sich die wahrhaft spannenden und zeitgenössischen shakespeareschen Themen finden. Dann bleibt ihnen nur, auf toten Pferden durch die Wüste der Geister zu robben. Schade für die Zeit!



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